Drogerie Müller nimmt das CBD Öl „Vitabaum“ aus dem Sortiment

Der erste Schritt war erfolgreich: CBD Öl wurde durch die drei größten Drogerieketten Müller, DM und Rossmann offiziell vertrieben. Der Kunde konnte sich erstmals in offiziellen und bekannten Märkten vom CBD Öl überzeugen lassen. Nach DM und Rossmann zieht die Drogerie Müller das hauseigene Vitabaum CBD Öl von der Marke benley GmbH aus dem Sortiment. Der offizielle Grund liegt in der rechtlichen Gesetzgebung, die einen Verkauf mit erhöhten THC-Gehalt theoretisch strafbar macht. Der Gesetzesgeber erlaubt einen maximalen THC-Anteil von 0,2 Prozent auf CBD-Produkte. Konkret geht es um die Verzehrempfehlung: Laut Hersteller sind 2-Mal 1–3 Tropfen optimal, dies führt wiederum zu einer erhöhten THC-Aufnahme. Müller ersetzt bereits gekaufte Produkte durch den Kaufpreis. Die Drogeriekette rät ebenfalls von einer Verzehrung des CBD-Öls ab. Das CBD Öl bei DM ist seit Ende April wieder im Sortiment zu finden, da hier keine rechtlichen Probleme durch die Verzehrempfehlung bestehen. Dort waren lediglich die Lagerbestände ausverkauft.

 

Bringt die Verzehrempfehlung gesundheitliche Risiken mit sich?

Generell gilt: In der Hanfpflanze befinden sich CBD (Cannabidiol) und THC (Tetrahydrocannabinol). Durch Extrahieren und Pressen wird das CBD vom THC getrennt und in Öl, Butter, Bonbons oder Liquids für E-Zigaretten verarbeitet. THC als zweiter Bestandteil hat eine berauschende Wirkung, wodurch sich ein „High sein“ im Körper einstellt. Dies geschieht erst dann, wenn eine größere Menge an THC zu sich genommen wird. Selbst 5 Flaschen CBD Öl mit einem Anteil von 0,2 Prozent pro Flasche ist zu wenig, um diesen „High-Zustand“ zu erreichen. Die Warnung hängt mit den Vorschriften des Bundesministeriums für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zusammen. Die BVL setzt bestimmte Tagesaufnahmemengen von THC fest, die durch die Verzehrempfehlung von Vitabaum im Mikrobereich überschritten werden. Somit gelten Werte über diesen Bereich als gesundheitsgefährdend. Drogerie Müller reagiert genau richtig und wendet Strafzahlungen oder unnötige Imageschäden frühzeitig ab.

CBD-Öl wird bei Kunden immer beliebter

In den Onlineshops der Drogerieketten überwiegen die positiven Bewertungen. Kunden berichten von gelinderten Schmerzen, einen ruhigeren Schlaf oder besseres Allgemeinbefinden durch die Einnahme von CBD. Ernstzunehmende Studien aus den USA bestätigen ebenfalls die positiven Eigenschaften des Öls. Jedoch wirkt CBD völlig unterschiedlich, die Stärke variiert von Kunde zu Kunde und ist daher nicht pauschal aussagekräftig. Bei einigen Kunden tritt gar keine Wirkung in Kraft oder erst dann, wenn zum stärkeren CBD-Anteil gegriffen wird. Das derzeit stärkste Öl enthält rund 25 Prozent CBD auf 10ml. In Deutschland ist die Vermarktung des CBD Öls in Zusammenhang mit einer heilenden Wirkung verboten. Als Arzneimittel darf es ebenfalls nicht gehandelt werden. In den Nachbarländern sieht es anders aus: In der Schweiz ist die Gesetzeslage etwas lockerer aber ähnlich wie in Deutschland. Dort darf CBD ebenfalls nicht als Arzneimittel verkauft werden, der Anbau der Hanfpflanze ohne THC mit CBD ist erlaubt. Obwohl die gesundheitsgefährdende Meldung drastisch klingt, ist CBD nach wie vor in den in Deutschland verkauften Formen nicht schädlich für den Körper.